Eindrücke von der Messe für Karriere, Studium, Aus- und Weiterbildung marktplatz arbeit südbaden in Freiburg im November 2024. Auszubildende, Schüler und Berufstätige informieren sich zum Thema Berufseinstieg und Karriere bei Unternehmen aus dem Raum Freiburg und Südbaden.

Mitar­bei­ter finden: 8 Wege, die heute wirklich funktio­nie­ren

Mitar­bei­ter finden war noch nie so schwer wie heute. Offene Stellen bleiben Monate unbesetzt, Bewer­bun­gen werden weniger, und die Konkur­renz um gute Leute wächst. Doch es gibt Unter­neh­men, die trotz­dem erfolg­reich einstel­len, weil sie neue Wege gehen. Hier sind acht Strate­gien, die sich in der Praxis bewährt haben.

1. Auf regio­na­len Jobmes­sen präsent sein

Persön­li­che Kontakte schla­gen jede Online-Anzeige. Auf regio­na­len Jobmes­sen und Ausbil­dungs­mes­sen treffen Unter­neh­men direkt auf motivierte Bewer­ber, ohne den Umweg über Bewer­bungs­por­tale. Das Beson­dere: Die Besucher kommen freiwil­lig und in ihrer Freizeit. Wer auf einer Messe ein gutes Gespräch führt, hat oft schon nach zwei Minuten mehr erreicht als nach Wochen auf einer Jobbörse. In der Region Freiburg nutzen rund 100 Unter­neh­men die Berufs­messe markt­platz arbeit südba­den genau dafür. 80 Prozent kommen jedes Jahr wieder.

2. Ausbil­dung als Recrui­ting-Strate­gie nutzen

Wer heute Azubis ausbil­det, hat morgen fertige Fachkräfte, die den Betrieb bereits kennen. Gerade kleine und mittlere Unter­neh­men unter­schät­zen, wie wirksam eigene Ausbil­dung gegen den Perso­nal­man­gel ist. Ausbil­dungs­mes­sen sind der ideale Ort, um Schul­ab­gän­ger persön­lich anzuspre­chen, oft gemein­sam mit der ganzen Familie.

3. Arbeit­ge­ber­marke aufbauen

Bewer­ber infor­mie­ren sich heute gründ­lich, bevor sie sich irgendwo melden. Was steht auf der Firmen­web­site? Wie wirkt das Unter­neh­men auf Social Media? Was sagen ehema­lige Mitar­bei­ter? Wer als Arbeit­ge­ber sicht­bar und sympa­thisch auftritt, bekommt mehr und bessere Bewer­bun­gen. Das beginnt bei einem ehrli­chen Stellen­pro­fil und endet bei echten Einbli­cken in den Arbeits­all­tag. Wer darüber­hin­aus die Chance hat, mit echten Menschen bspw. am Messe­stand zu sprechen, vergisst eine Firma nicht mehr ganz so schnell.

4. Stellen­an­zei­gen überar­bei­ten

Viele Stellen­an­zei­gen lesen sich wie Wunsch­lis­ten. Zehn Anfor­de­run­gen, wenig Konkre­tes zum Arbeits­all­tag, kein Wort zum Gehalt. Besser: Schrei­ben Sie, was Bewer­ber wirklich wissen wollen.

  • Was erwar­tet mich am ersten Tag?
  • Wie sieht die Einar­bei­tung aus?
  • Was verdiene ich?
  • Welche Entwick­lungs­mög­lich­kei­ten gibt es?

Unter­neh­men, die trans­pa­rent kommu­ni­zie­ren, heben sich sofort von der Masse ab.

5. Mitar­bei­ter werben Mitar­bei­ter

Zufrie­dene Mitar­bei­ter kennen Menschen, die ähnlich ticken. Ein Empfeh­lungs­pro­gramm mit einer Prämie für erfolg­rei­che Vermitt­lun­gen ist eine der kosten­güns­tigs­ten Metho­den, um Perso­nal zu finden. Die so gewon­ne­nen Mitar­bei­ter bleiben oft auch länger, weil sie von Anfang an wissen, worauf sie sich einlas­sen.

6. Social Media gezielt einset­zen

Nicht jeder Bewer­ber ist aktiv auf Jobsu­che. Aber fast alle sind auf Insta­gram, Linke­dIn oder Facebook unter­wegs. Kurze Einbli­cke in den Arbeits­all­tag, Vorstel­lun­gen des Teams oder ehrli­che Posts über den Berufs­all­tag errei­chen Menschen, die sich sonst nie bewor­ben hätten. Das muss nicht perfekt produ­ziert sein. Authen­ti­zi­tät zählt mehr als Hochglanz.

7. Bewer­bungs­pro­zess verein­fa­chen

Lange Online-Formu­lare, Pflicht-Anschrei­ben, wochen­lange Stille nach der Bewer­bung: All das schreckt ab. Machen Sie es Bewer­bern so leicht wie möglich.

  • Kurzbe­wer­bung per E‑Mail oder Handy ermög­li­chen
  • Schnell antwor­ten, idealer­weise inner­halb von 48 Stunden
  • Zeitnah zum Gespräch einla­den

Jeder Tag Warte­zeit kostet poten­zi­elle Mitar­bei­ter.

8. Regio­nale Netzwerke nutzen

Kammern, Innun­gen, Wirtschafts­ver­bände, Schul­ko­ope­ra­tio­nen und Berufs­mes­sen bilden ein Netzwerk, das vielen Betrie­ben gar nicht bewusst ist. Wer sich dort engagiert und sicht­bar wird, baut langfris­tig einen Ruf als attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber auf. In Südba­den ist die Messe markt­platz arbeit südba­den seit 2005 eine feste Anlauf­stelle für genau dieses Netzwerk.

Fazit: Mitar­bei­ter finden braucht mehr als eine Stellen­an­zeige

Die Zeiten, in denen eine Anzeige in der Zeitung reichte, sind endgül­tig vorbei. Unter­neh­men, die heute erfolg­reich Mitar­bei­ter finden, kombi­nie­ren mehrere Strate­gien: persön­li­che Präsenz auf Messen, eine starke Arbeit­ge­ber­marke und einen Bewer­bungs­pro­zess, der Bewer­ber dort abholt, wo sie stehen.

Der wichtigste erste Schritt? Sicht­bar werden. Zum Beispiel auf der nächs­ten markt­platz arbeit südba­den am 13. und 14. Novem­ber 2026 in Freiburg.

Lesen Sie auch: Fachkräf­te­man­gel 2026: Warum Betriebe kaum noch Perso­nal finden