
Fachkräftemangel 2026: Warum Betriebe kaum noch gutes Personal finden — und was hilft
Der Fachkräftemangel hat sich zwar im letzen Jahr etwas abgemildert aber er ist dennoch längst kein Zukunftsszenario mehr. In vielen Branchen fehlen qualifizierte Mitarbeiter: im Handwerk, in der Pflege, im Einzelhandel, in der Gastronomie und vielen weiteren. Doch woher kommt der Mangel, welche Branchen sind besonders betroffen, und was können Unternehmen konkret tun? Dieser Artikel gibt einen Überblick, mit aktuellen Zahlen und Lösungsansätzen.
Was bedeutet Fachkräftemangel genau?
Von Fachkräftemangel spricht man, wenn offene Stellen über längere Zeit nicht besetzt werden können, weil es schlicht nicht genug qualifizierte Bewerber gibt. Das betrifft nicht nur Akademiker, im Gegenteil: Besonders gesucht sind Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Der Unterschied zum allgemeinen Arbeitskräftemangel: Beim Fachkräftemangel fehlen gezielt Personen mit bestimmten Qualifikationen.
Fachkräftemangel in Zahlen: So ernst ist die Lage
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft konnten 2025 über 387.000 Fachkraftstellen nicht besetzt werden. Die Bundesagentur für Arbeit führt mittlerweile über 163 sogenannte Engpassberufe. Besonders betroffen: Gesundheits- und Pflegeberufe, Handwerk und Bau, Erziehung und Sozialarbeit, IT und Softwareentwicklung sowie Logistik und Lagerberufe. Demografisch wird sich die Lage weiter verschärfen: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, während weniger junge Menschen nachkommen.
Ursachen: Warum fehlen so viele Fachkräfte?
Der Fachkräftemangel hat nicht eine Ursache, sondern mehrere, die sich gegenseitig verstärken: Demografischer Wandel: Deutschland altert. Jedes Jahr verlassen mehr Menschen den Arbeitsmarkt als neue dazukommen. Zu wenige Auszubildende: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Akademisierung: Immer mehr junge Menschen studieren, statt eine Ausbildung zu machen. Für Handwerk und Pflege fehlt der Nachwuchs. Regionale Unterschiede: In ländlichen Regionen ist der Mangel oft noch stärker spürbar als in Großstädten. Veränderte Erwartungen: Jüngere Generationen legen mehr Wert auf Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Sinn in der Arbeit. Unternehmen, die das nicht bieten, verlieren Bewerber.
Was können Unternehmen gegen den Fachkräftemangel tun?
Die gute Nachricht: Unternehmen sind dem Fachkräftemangel nicht hilflos ausgeliefert. Wer aktiv wird, hat deutlich bessere Chancen, offene Stellen zu besetzen.
Ausbildung selbst in die Hand nehmen
Wer heute ausbildet, hat morgen Fachkräfte. Gerade für kleine und mittlere Betriebe ist die eigene Ausbildung eine der wirksamsten Strategien. Auf regionalen Berufsmessen lassen sich Azubis persönlich ansprechen – oft wirkt ein gutes Gespräch am Messestand mehr als jede Online-Anzeige.
Arbeitgebermarke stärken
Warum sollte sich jemand bei Ihnen bewerben und nicht bei der Konkurrenz? Unternehmen mit einem klaren Profil, zum Beispiel mit guter Einarbeitung, Weiterbildungsoptionen und echter Wertschätzung haben Vorteile bei der Personalsuche. Zeigen Sie auf Messen, Ihrer Website und in Stellenanzeigen, was Sie als Arbeitgeber besonders macht.
Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen
Internationale Rekrutierung wird für viele Betriebe wichtiger. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert seit 2024 den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Auch hier helfen Messen: Bei marktplatz arbeit südbaden sind bereits Angebote für internationale Fachkräfte vertreten.
Fachkräftemangel in der Region Freiburg
Auch in Südbaden ist der Fachkräftemangel spürbar. Handwerk, Pflege, Gastronomie und IT suchen händeringend Personal. Gleichzeitig gibt es in der Region eine starke Bildungslandschaft mit Hochschulen, Berufsschulen und engagierten Ausbildungsbetrieben. Regionale Berufsmessen wie marktplatz arbeit südbaden bringen beide Seiten zusammen. Und zwar seit über 20 Jahren, jedes Jahr im November in Freiburg.
Fazit: Handeln statt abwarten
Der Fachkräftemangel wird nicht von selbst verschwinden. Unternehmen, die jetzt in Ausbildung, Arbeitgebermarke und persönliche Kontakte investieren, sichern sich die Fachkräfte von morgen. Eine gute Gelegenheit dafür ist die nächste Ausgabe von marktplatz arbeit südbaden am 13. und 14. November 2026 in Freiburg.
